Es ist soweit – Adventszeit!

Meist kommt die Adventszeit dann doch ganz plötzlich – vor allem, wenn noch nicht mal alles Laub von den Bäumen gefallen ist und kein Schneegestöber uns wachrüttelt, um den Winter anzukündigen!

Am Sonntag ist der 1. Advent: wie schön, wenn in der ersten Plätzchendose schon ein paar selbst gebackene Plätzchen zum Advents-Kaffee warten. Für alle, die gerne selber backen, haben wir ein klassisches Vanillekipferl-Rezept und Zimtstern-Rezept aufgeführt. Und damit alles weitere Backwerk wunderbar gelingt, finden Sie unten eine Menge Profi-Tipps. So wird die Weihnachtsbäckerei eine wahre Freude! Viel Spaß und vor allem: gutes Gelingen!

 

Vanillekipferl

vanillekipferl

Das braucht man für ca. 70 Stück:

  • 200 Gramm Mehl
  • 80 Gramm Zucker
  • 175 Gramm Butter (kalt)
  • Eigelbe
  • 100 Gramm Mandel
  • Vanilleschotenmark (von 1 Vanilleschote)
  • Prise Salz
  • 10 Päckchen Bourbon Vanillezucker
  1. Mehl, Zucker, Butterflöckchen, Eigelb, Mandeln, Vanillemark und Salz zuerst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten. Aus dem Teig 2 lange Rollen formen und in Frischhaltefolie gewickelt für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  2. Den Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 vorheizen. Die Teigrollen portionsweise aus dem Kühlschrank nehmen und in je 35 Scheiben schneiden. Jedes Teigstück mit den Händen zuerst zu einer Kugel, dann zu einer etwa 5 cm langen, an den Enden spitz zulaufenden kleinen Rolle formen und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Dabei die kleinen Rollen zu einem Hörnchen biegen.
  3. Ein zarter und fettreicher Plätzchenteig – wie der von Kipferln – muss immer gut gekühlt sein, damit sie gut formbar sind und beim Backen nicht verlaufen. Am besten vor dem Backen noch einmal kurz in den Kühlschrank stellen. Die Kipferln im Backofen etwa 15 Minuten backen (die Kipferln sollen hell bleiben).
  4. Den Vanillezucker in einen tiefen Teller geben. Die Kipferln vom Backblech nehmen und noch warm mit 2 Teelöffeln im Vanillezucker wälzen. Dabei vorsichtig arbeiten, da die Kipferln sehr mürbe sind. Die Kipferln auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.

Vanillekipferl selber backen: So gelingt’s!

Wunderbar zart und mürbe – gut gelungene Vanillekipferl zergehen auf der Zunge. Doch beim Backen ist Vorsicht geboten, denn sonst zerbröseln oder verlaufen die knusprigen Vanillehörnchen.

Wenn der Teig für die Vanillekipferl bröckelt

Der Vanillekipferl-Teig muss einmal mit den Händen richtig zusammengeknetet werden, sodass sich alle Zutaten gut verbinden. Dann wandert er in den Kühlschrank und kühlt durch, damit er beim Formen nicht so klebt. Wenn er aus dem Kühlschrank kommt, ist er meist sehr hart und lässt sich dann nicht gleich rollen, weil er bröckelt. Dann am besten noch einmal kurz mit den Händen kneten, bis der Teig für das Weihnachtsgebäck wieder geschmeidig ist.

Wenn die Vanillekipferl zerlaufen

Ist der Teig gut gekühlt, verlaufen die Vanillekipferl nicht. Am besten den Teig erst kühlen, dann die Vanillekipferl formen und das Blech mit den fertig geformten Hörnchen noch einmal kühlen (z. B. auf dem Balkon). Wer heiße Hände hat, kühlt sie besser vor dem Formen mit kaltem Wasser.

Es gibt sogar spezielle Vanillekipferl-Bleche, in denen die Form gewahrt bleibt. Damit erspart man sich auch das zeitaufwendige Formen der beliebten Weihnachtsplätzchen. Traditionsbewusste Bäckerinnen rümpfen über solche Hilfsmittel allerdings nur die Nase und formen ihre Vanillehörnchen natürlich auch weiterhin mit den Händen. Sie sehen dann auf dem Plätzchenteller vielleicht nicht ganz perfekt aus, sind aber mit viel Liebe gemacht.

Wenn die Vanillekipferl zerbrechen

Der Teig für die Vanillekipferl muss mit den Händen ordentlich zusammengeknetet werden, so dass sich alle Zutaten gut verbinden. Lasst die Vanillehörnchen außerdem nach dem Backen kurz auskühlen, ehe ihr sie vom Blech nehmt. Mit einer Palette oder einem breiten Messer bugsiert ihr die Vanillekipferl unfallfrei vom Blech. Das Wälzen in Vanillezucker (bzw. Puderzucker) klappt am besten mit zwei Teelöffeln.

Der beste Vanillezucker für Vanillekipferl – selbst gemacht

Eine ausgekratzte Vanilleschote in ein Schraubglas geben, etwa 100 Gramm Zucker darauf schütten, das Glas verschließen, gut schütteln und den Zucker mindestens zwei Wochen ziehen lassen: Fertig ist der selbst gemachte Vanillezucker – ganz ohne künstliche Aromen! Wichtig zum Umrechnen: 8 Gramm entsprechen einem Päckchen Vanillezucker. Wenn die Vanillekipferl noch warm im Vanillezucker gewälzt werden, haftet der Zucker am besten. So sieht das Weihnachtsgebäck auf dem Plätzchenteller besonders schön aus.

Vanillekipferl richtig lagern

Vanillekipferl könnt ihr etwa drei Wochen lagern – am besten in gut schließenden Keksdosen. Wegen ihres intensiven Aromas sollten sie aber getrennt von anderen Plätzchen, Lebkuchen und Co. aufbewahrt werden.

 

Zimtsterne

zimsterne

Das braucht man:

3 frische Eiweiße

1 Prise Salz

250 g Puderzucker

1,5 EL Zimt

350 g gemahlene Mandeln

0,5 EL Kirsch

Und so wirds gemacht:
1. Eiweiße mit dem Salz steif schlagen.
2. Puderzucker daruntermischen, 6 Esslöffel (ca. 1 dl) als Glasur zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
3. Zimt und Mandeln mischen, mit dem Kirsch zur restlichen Eiweißmasse geben, zu einem Teig zusammenfügen.
Formen:

Teig portionenweise zwischen einem aufgeschnittenen Plastikbeutel oder auf wenig Zucker ca. 1 cm dick auswallen, mit einem Spachtel lösen. Sterne ausstechen, dabei das Förmchen immer wieder in Zucker tauchen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

Glasieren / Trocknen:

Wenig Glasur in die Mitte der Sterne geben, mit einem Holzspießchen in die Spitzen ziehen. Bei Raumtemperatur ca. 6 Std. oder über Nacht trocknen.

Backen: ca. 5 Min. in der Mitte des auf 250 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, auf einem Gitter auskühlen.

 

 

PROFITIPPS: Damit Vanillekipferl & Co. auch zu Hause gelingen…

1. Keine Angst vor klebrigem Mürbteig! Zu viel Mehl auf der Arbeitsplatte macht den Teig schnell trocken und die Plätzchen staubig. Wenn es trotzdem klebt, Teig einfach zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen.

2. Plätzchen goldgelb aus dem Ofen holen und dann sofort vom Backblech nehmen. Auf dem heißen Backblech backen sie nach und werden hart.

3. Das Geheimnis perfekter Vanillekipferl: genug Butter. Vor dem Backen gut kühlen.

4. Echte Vanilleschoten sind teuer, schmecken aber deutlich besser als Aroma. Die ausgekratzte Schote nicht wegwerfen! Für selbst gemachten Vanillezucker einfach in ein Glas mit Zucker geben und ein bis zwei Wochen geschlossen ziehen lassen. Oder die Schote in ein Fläschchen mit Wodka legen, um eigenes Vanillearoma herzustellen.

5. Beim Mürbteig darauf achten, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben, dann verbinden sie sich besser und es bleiben keine Butterstückchen zurück, die beim Backen schmelzen und den Teig durchlöchern.

6. Für besonders weißen Zuckerguss geschlagenes Eiweiß unter den Puderzucker geben.

7. Bei Mandeln und Nüssen immer auf Frische achten! Die Profis empfehlen, immer ganze Nüsse zu kaufen und sie selbst zu mahlen – gemahlene Nüsse verlieren schnell an Aroma. Wer’s besonders intensiv mag, röstet die Nüsse vor dem Mahlen!

8. Vorsicht mit der Backzeit. Jeder Ofen heizt ein bisschen anders, daher zwischendrin kontrollieren, ob die Plätzchen vielleicht schon vorher fertig sind. Bräunen sie ungleichmäßig, einfach das Blech nach der Hälfte der Backzeit drehen.

9. Wer’s gerne bunt mag, aber auf chemische Farben verzichten will, kann auch ganz natürlich färben. Rot: Rote-Bete-Pulver. Grün: Spirulina-Pulver. Gelb: Kurkuma oder Safran.

10. Für eine schöne und vor allem gleichmäßige Zuckerglasur ohne lästige Pinselspuren die Plätzchen nicht bepinseln, sondern in die handwarme Glasur eintauchen. Kurz abtropfen und dann trocknen lassen.

11. Ausstechformen vor der Benutzung kurz in Wasser (oder Mehl) tauchen, dann auf einem Stück Küchenpapier abtropfen lassen – dann bleibt der Teig nicht kleben.

12. Wer den Teig so gleichmäßig wie die Profis ausrollen will, besorgt sich im Baumarkt zwei schmale Kanthölzer. Nudelholz auf den Hölzern ansetzen – dann hat der ausgerollte Teig eine einheitliche Höhe.

13. Bei Zimtsternen die Eiweißglasur immer vor dem Ausstechen auf den Teig streichen – das spart viel Arbeit und sieht im Ergebnis auch schöner aus. Da die Zimtsternmasse ohnehin Eischnee enthält, können die Teigreste auch mit Glasur wieder zusammengeknetet werden. Wird der Teig zu nass, mehr Nüsse einkneten – so machen’s die Profis.

14. Ein Werkzeug, auf das die Feinbäcker nie verzichten würden, ist die Winkelpalette. Damit lassen sich nicht nur Cremes und Glasuren einfach auf dem Gebäck verstreichen, sondern die ausgestochenen Plätzchen auch sicher auf’s Backblech befördern.

15. Die Plätzchen werden – klar – immer nur so gut wie das Rezept. Wer kein seit Generationen erprobtes Rezept hat, probiert’s erst mit einer kleinen Rezeptmenge und passt dann eventuell Mehl-, Butter- und Zuckermenge an.

16. Besonders glänzend wird die Zuckerglasur, wenn die Plätzchen vorher „aprikotiert“ werden: Dafür Aprikosenmarmelade mit Wasser aufkochen und die Oberfläche der Plätzchen bestreichen und kurz antrocknen lassen. Das schließt die Poren im Mürbteig und die Glasur wird glatt und schön glänzend.

17. Damit die Zimtsterne bei der Lagerung nicht hart werden, einen Teil des Zuckers durch Honig ersetzen. Der zieht Wasser an und verhindert so, dass die Plätzchen austrocknen.

18. Für die Lagerung empfehlen die Profis eine Metalldose. Die verschiedenen Sorten sollten allerdings immer getrennt aufbewahrt werden, sonst ziehen zum Beispiel Vanillekipferl Wasser aus der Marmelade der Spitzbuben und werden weich. Sind die Plätzchen doch mal hart geworden, einfach einen (ganzen) ungeschälten Apfel mit in die Dose legen – so werden sie wieder weich.

gesehen bei: http://www.brigitte.de, www.abendzeitung-muenchen.de, http://www.bettibossi.ch

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Für alle Erkältungsopfer und alle Suppenliebhaber

Irgendwann erwischt es jetzt (fast) jeden. Wir stecken mitten in der Erkältungszeit – aber mit diesem Klassiker werden Sie sie auch ganz schnell wieder los. Hühnersuppe ist der Klassiker unter den Suppen gegen Erkältung. Und dass sie wirkt, ist millionenfach erprobt. Inzwischen ist wissenschaftlich erwiesen, was Oma schon lange als Hausmittel schätzte. Hühnersuppe blockiert bestimmte weiße Blutkörperchen, die Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute auslösen können. Außerdem versorgt sie uns mit Vitaminen, Eisen und Zink. So stärkt eine Hühnersuppe unser geschwächtes Immunsystem und wir kommen schnell wieder auf die Beine.

Schmeckt übrigens auch ohne Erkältung 😉

huehnersuppe

Das braucht man:

1 Brathähnchen, Suppenhuhn oder Maishähnchen (ca. 1.200 g)

2 Lorbeerblätter, 5 Pfefferkörner

2 Bund Suppengrün à 500 g

Suppennudeln nach Geschmack, z. B. Fadennudeln

Öl zum Anbraten

Salz, Pfeffer

Und so wird es gemacht:

1
Das Hähnchen waschen und in Salzwasser zusammen mit 2 Lorbeerblättern und 5 Pfefferkörnern ca. 1,5 Std.kochen.
In der Zwischenzeit das Gemüse waschen und putzen: den Sellerie in kleine Würfel schneiden, die Karotten schälen und in Scheiben schneiden, den gewaschenen Porree in Ringe schneiden, die Petersilie fein hacken.
3
Etwas Öl in einem Topf geben, und das Gemüse darin anbraten und mit der Brühe vom Huhn ablöschen; alles ca. 0,5 Std. köcheln lassen, zum Schluss die Nudeln in die Brühe geben und darin „al dente“ kochen.
4
Das Huhn „abpulen“ und das Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und wieder in die Suppe geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken… Fertig!
Als kleinen Tipp: Wenn man gleich ein bisschen mehr kocht, kann man die Reste portionsweise einfrieren.

(mehr dazu bei www.kochbar.de)

gesehen bei: http://www.kochbar.de, http://www.brigitte.de