Rot, süß, aromatisch und gesund: die Erdbeere

Die Erdbeere vereint viele gute Eigenschaften: sie steckt voller Ballaststoffe und ist reich an Vitaminen. Ihr Vitamin-C- Gehalt liegt höher als bei Zitronen und Orangen. Eine 200 Gramm-Schale deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Auch findet sich in Erdbeeren viel Folsäure, Kalzium, Kalium, Eisen, Zink und Kupfer.

Bereits in der Steinzeit verzehrten unsere Vorfahren die kleinfruchtige Variante der uns heute bekannten großfruchtigen Gartenerdbeere. Ende des 17. Jahrhunderts entstand in Holland aus einer zufälligen Kreuzung der beiden zuvor aus Übersee eingeführten Sorten unsere heutige Erdbeere, die sogenannte Ananas-Erdbeere. Ihren Namen verdankt sie ihrer Form und ihrem ausgeprägten Aroma. Richtig in Mode kamen sie Mitte des 18. Jahrhunderts, Hauptanbaugebiet war damals Baden-Baden.

Botanisch gesehen sind Erdbeeren keine Beeren, sondern Scheinfrüchte.. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die kleinen gelben Körner auf der Oberfläche. Sie werden Nüsschen genannt. Das, was wir als Fruchtfleisch essen, ist eigentlich die fleischig verdickte Blütenachse, auf der die Nüsschen aufsitzen. Es handelt sich um das weiße Mark der Blütenachse, das in reifem Zustand die rote Farbe annimmt. Es gibt unzählige Erdbeersorten, die sich hinsichtlich Form, Geschmack, Farbe, Festigkeit des Fruchtfleisches, Reifezeit und Inhaltsstoffen unterscheiden.

Eines haben sie gemeinsam: lecker sind sie alle – deshalb hier eine Rezeptauswahl 🙂

Gutes Gelingen und guten Appetit!

 

Schneemousse-Erdbeertorte

Das braucht man:

125 g Margarine

270 g Zucker

4 Eier (getrennt)

150 g Mehl

2 TL Backpulver

4 EL Milch

500 g Erdbeeren

400 g Sahne

400 g Mascarpone

1 Päckchen Vanillezucker

2 Päckchen Sahnesteif

4 EL Zitronensaft

50 g Mandeln, gehobelt

Und so wird sie gemacht:

Die Margarine mit 100 g Zucker gut schaumig rühren (ca. 6 Minuten), das Eigelb ebenso lange unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren. Die Hälfte des Teiges in eine Springform (26 cm Durchmesser) streichen.

Das Eiweiß mit 100 g Zucker zu steifem Schnee schlagen.

Die Hälfte des Eischnees auf den ersten Tortenboden streichen, mit der Hälfte der Mandelblättchen bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei ca. 175 °C etwa 20 – 25 Minuten backen. Mit dem zweiten Boden genauso verfahren. Beide Böden gut auskühlen lassen.

Für die Füllung 500 g Erdbeeren waschen, putzen und klein schneiden. Die Sahne mit Vanillezucker und 1 Pck. Sahnesteif steif schlagen. Den Mascarpone mit 70 g Zucker, Zitronensaft und 1 Pck. Sahnesteif verrühren. Die geschlagene Sahne unterrühren.

Ein Viertel der Füllung auf den ersten Boden streichen. Die Erdbeeren darauf verteilen. Die restliche Creme darauf streichen und mit dem zweiten Boden bedecken.

Die Torte am besten am Vortag zubereiten, damit sie noch gut durchziehen kann!

Die Torte kann ebenso mit Himbeeren als Himbeertorte zubereitet werden.

 

Erdbeer-Cheesecake im Glas

Das braucht man für 8 Gläser:

KEKSBODEN

  • 160Gramm Cantuccini
  • 50Gramm Butter

CREME

  • Limette
  • 100 Gramm griechischer Joghurt
  • 300 Gramm Doppelrahmfrischkäse
  • EL Zucker
  • 200 Gramm Schlagsahne
  • 750 Gramm Erdbeeren
  • EL Zitronensaft
  • EL Puderzucker

Und so wird´s gemacht:

KEKSBODEN

  1. Kekse im Mixer nicht zu fein zerbröseln. Butter schmelzen, mit den Bröseln gut mischen. Bröselmischung in 8 weiten Gläsern (Ø 8 cm) verteilen und mit einem Holzlöffelstiel etwas zusammendrücken (nicht zu fest, sonst lässt sich das Dessert später nicht gut essen). Für 20 Minuten kalt stellen.

CREME

  1. Limette heiß abspülen, trocknen, die Schale fein abreiben, Saft auspressen. Joghurt und Frischkäse gut verrühren. Zucker, Limettensaft und -schale unterrühren. Sahne steif schlagen und unterheben. Creme auf die Gläser verteilen und glatt verstreichen. Für 2–3 Stunden kalt stellen.
  2. Erdbeeren vorsichtig abspülen, abtropfen lassen und putzen. Etwa 300 g Erdbeeren klein würfeln, den Rest in Stücke schneiden und mit dem Stabmixer pürieren. Das Erdbeerpüree mit Zitronensaft und Zucker abschmecken. Zuerst Fruchtpüree, dann Erdbeerwürfel auf der Creme verteilen. Gekühlt servieren.

 

Spargel-Erdbeer-Salat

Das braucht man:
250 g grüner Spargel
250 g weißer Spargel
2 EL Aceto Balsamico
1 EL Weißweinessig
3 EL Pflanzenöl
1 EL Walnussöl
Salz
Pfeffer
3 Romana Salatherzen
250 g Erdbeeren
30 g Pinienkerne
100 g Feta
etwas Basilikum
So wird´s gemacht:
  1. Grünen und weißen Spargel waschen, ggf. schälen und in kleine Stücke schneiden. Weißen Spargel ca. 15-20 Minuten dünsten, den grünen Spargel 10-12 Minuten.

  2. Balsamico, Weißweinessig, Pflanzen- und Walnussöl vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen. Den Spargel darin durchziehen lassen.

  3. Romana Salatherzen, Erdbeeren und Basilikum waschen. Erdbeeren vierteln und Salat leicht zerrupfen.

  4. Pinienkerne anrösten. Feta leicht zerbröseln. Alles gemeinsam mit dem Spargel anrichten.

gesehen bei: apothekenumschau.de, brigitte.de, rewe.de. chefkoch.de

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Es ist Bärlauchzeit!

Dieses tolle Kraut hat nur eine kurze Saison von Mitte März bis Mitte Mai, in welcher die Blätter geerntet werden. Danach geht Bärlauch in die Blüten- und Samenbildung über. Es gibt viele Möglichkeiten, frische Bärlauchblätter zuzubereiten:

  • Als Suppe, pur oder gemeinsam mit anderen Wildkräutern oder in Gemüse- oder Kartoffelsuppe
  • Im Salat, fein geschnitten zu Gemüse-, Nudel- oder Blattsalaten
  • Als Gewürz in Kräuterquark, Kräuterbutter und allen Gerichten, zu denen auch Knoblauch passt
  • Zur Bereitung von köstlichen Pastasaucen

Man kann fast behaupten, Bärlauch sei der bessere Knoblauch: Er hat ein ähnliches Aroma und die gleichen gesundheitlichen Vorteile, verursacht aber keine unangenehmen Gerüche, nachdem man ihn zubereitet oder gegessen hat. Grund genug, die gerade begonnene Bärlauch-Saison ausgiebig zu nutzen und das Lauchgewächs so oft wie möglich in der Küche einzusetzen.

 

Bärlauch in der Küche

Bevor Sie Bärlauch verwenden, sollten Sie ihn gründlich waschen. An den Blättern sitzen häufig kleine Insekten, besonders dann, wenn Sie ihn selbst gesammelt haben. Anschließend sollten Sie die harten Stiele entfernen. Beim Kochen und Erhitzen verliert Bärlauch schnell an Geschmack. Geben Sie ihn daher immer roh zu den fertigen Gerichten, wie zum Beispiel einem Salat oder einer Suppe.

Frischer Bärlauch hält sich nur ein bis zwei Tage. Wer es nicht schafft, ihn in der kurzen Zeit vollständig aufzubrauchen, kann Bärlauch auch klein gehackt in einem Gefrierbeutel einfrieren.

Beim Bärlauch-Sammeln: gefährliche Verwechslungsgefahr

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor einer gefährlichen Verwechslungsgefahr. Denn die giftigen „Maiglöckchen“ und „Herbstzeitlose“ sehen fast genauso aus wie Bärlauch. Die drei Pflanzen lassen sich am einfachsten am Geruch unterscheiden: Während die giftigen Doppelgänger geruchslos sind, riecht Bärlauch knoblauchartig. Für die Geruchsprobe nimmt man am besten nimmt ein Blatt und zerreibt es zwischen den Fingern. Danach sofort die Hände waschen, sonst bleibt der Geruch an den Fingern haften und verfälscht den nächsten Test.

Am sichersten ist es jedoch, Bärlauch im Garten oder auf dem Balkon selbst anzubauen. Oder Bärlauch beim Gemüsehändler einzukaufen, denn dieser stammt aus kontrollierten Kulturen.

 

Bärlauchbutter

Das braucht man:

  • 1 Bund Radieschen 
  • 35 g Bärlauch 
  • 175 g weiche Butter 
  •    Cayennepfeffer 
  •    Salz 
  •    Edelsüß-Paprika 
  • 1/2  Bio-Zitrone 

So wird´s gemacht:

Radieschen putzen, waschen und fein würfeln. Bärlauch waschen, trocken schütteln und fein hacken. Butter mit Pfeffer, Salz und Paprika würzen. Radieschen, Zitronenschale und Bärlauch untermengen. In einem Schälchen anrichten.

 

Bärlauchpizza

Für die Bärlauch-Pizza die Bärlauchblätter mit kaltem Wasser abspülen, trocken schütteln und grob hacken.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Pizzaboden auflegen. Die Tomatensauce dünn aufstreichen, einen Rand freilassen. Prosciutto und Ricotta auf der Pizza verteilen. Oregano, Bärlauch und Parmesan darüberstreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Die Bärlauch-Pizza im vorgeheizten Backrohr bei 200 °C ca. 12 Minuten backen.

Tipp: Aus der Bärlauch-Pizza lässt sich ganz einfach auch eine Gemüsepizza kreieren: Belegen Sie den Pizzaboden dafür mit Maiskörnern, Paprikastreifen, gebratenen Melanzanischeiben, Blattspinat und Bärlauch.

Bärlauchsuppe mit Crème fraîche
Das braucht man:
300 g Bärlauch
2 Zwiebeln
500 g mehlig kochende Kartoffeln
3 EL Butter
1 1/2 l Gemüsebrühe
150 g Crème fraîche
Salz
weißer Pfeffer
8 dünne Scheiben Zwiebelbrot
2 EL Olivenöl
So wird´s gemacht:
Den Bärlauch gründlich waschen, abtrocknen und von den groben Stielen befreien. Die Blätter grob zerschneiden oder hacken. Die Zwiebeln schälen und klein würfeln. Die Kartoffeln schälen, waschen und ebenfalls klein würfeln.
Die Butter in einem breiten Topf zerlassen, die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig braten. Den Bärlauch und die Kartoffeln einrühren und mit anschwitzen, dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Zugedeckt 15 Min. köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
Die Suppe im Mixer pürieren und zurück in den Topf gießen. Crème fraîche einrühren und die Suppe wieder aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Öl in einer breiten Pfanne erhitzen, die Brotscheiben darin goldbraun rösten. Zur Suppe servieren.

 

gesehen bei: kostbarenatur.net, eatsmarter.de, ichkoche.at. kuechengoetter.de, lecker.de